
Dieses Wochenende sind überall Shiwaratri Festivitäten und wegen der vielen Pilger, ist auch in Rishikesh alles ausgebucht. Seit gestern Abend singen hier in einem Tempel Frauen ohne Unterbruch und es kommen immer mehr Leute an. Mein Zimmer wird zum doppelten Preis verkauft, so gehe ich bereits am Vormittag über die Brücke zu den Rischkas und am Busbahnhof angekommen habe nicht bloss 3 Busse die Richtung Rihsikesh fahren sondern beim überqueren der Strasse kommt noch ein Vierter, zwar etwas kleineren Bus und hat mich als Kunden gewonnen. Das Tolle daran war, dass dieser nicht die Hauptstrasse nahm, sondern einer schmaleren Strasse entlang dem Kanal, durch Wälder und bei Eingang des Nationalparkes vorbei fahren konnte, so blieb das GG (Gerüttel und Gehupe) im Rahmen und ich sah mehr vom Landleben. Sogar ein trockenes Flussbett durchquerten wir und nahmen auch Autostopper mit welche ihr Rafting-boot verpasst hatten, sobald wir das Boot überholt hatten stiegen die Jungs wieder aus.
In Rishikesh blieb ich dann den ganzen Nachmittag beim Busbahnhof im Schatten und habe mich im Nichtstun geübt. Der Nachtbus nach Agra fuhr nicht schon um 17 Uhr sondern erst um 20Uhr.
Der Parkplatzwächter hat praktisch den ganzen Nachmittag verpennt und der „Junior“ des Eigentümers, zusammen mit seinen Priesterfreunden, hat dann irgendwann angefangen zur rauchen und danach waren sie giggelnd am „Eile mit Weile“ spielen, bis sei einen Sack voll 3-Blatt Ästchen für Shiva vorbereiten mussten.
Im Bus habe ich dann einen netten Nachbarn und realisiert dass der Bus bis Gwalior weiterfährt und somit konnte ich gleich sitzenbleiben. In Agra war ich schliesslich schon und hätte dort eh nur den Bus gewechselt. Nach fast 14 Stunden sitzen und liegensitzen, Steissbein lässt grüssen, dann in Gwalior für 1 Nacht ein Zimmer bezogen und gleich zum Bahnhof ein Zugbillet nach Jahnsi organisiert. Da ich nicht herumsitzen wollte bin ich mit der Rischka hoch zum Fort Eingang Urwahi Gate, hochspaziert zum Fort mit seinem Man-Singh Palast und habe mir dort einen Guide organisiert. Er war ziemlich gut, hat mir auch viel erklärt und mir für die 150Rupies sehr viel Zeit gegeben. Trotzdem war ich froh als ich dann nach 15 Uhr wieder aus der Hitze raus, vom Berg hinunter und über das Gwailor-Gate Richtung Hotel konnte.
Am Abend bin ich dann in den Usha Kiran Palace fein Abendessen gegangen, mit dezenter Live Musikern,. Es ist ein prächtiges Hotel und in der Bar steht sogar ein Billiardtisch, hier würde ich das nächste Mal logieren. Mein Hotel war okay, schön ruhig aber eigentlich zu teuer für die Leistung.


















