
Hier einmal das grobe Raster meines Alltags.
Zwischen 6-7 aufstehen, meinen Nescafe machen, duschen (mit Eimer und Litermässli, wie die meisten Leute), nach draussen um das erwachende Morgenleben zu beobachten, dabei den ersten Chai trinken. Gegen 8 kommt Jahangir um den Shop zu öffnen (Hier das SLA für Simone: T: abstauben, T: Bodenreinigung innen nass, aussen trocken, T. 2-4 mal lose Verschmutzungen, W: Displaywechsel, etc., sitzen, immer wieder ein Kommen und Gehen von Bekannten, Freunden, Neugierigen, Touristen (sind leider noch sehr spärlich es kommen aber jeden Tag ein paar mehr) und dank meinem Häkeln gibt’s auch schöne Begegnungen mit Leuten die sonst nicht zu mir kommen würden.
Fast jeden Tag gehe ich vormittags noch zu AliBabas-Familie, d.h. den Frauen und KIndern der Familie. Dort sitzen wir auf den Betten und während den Gesprächen verbessern wir so fleissig unsere Hindi oder eben Englischkenntnisse. Natürlich gibt’s irgendwann etwas zu essen und einen Chai. Gegen 12 geht Jahangir nach Hause und bereitet das Essen zu, falls auf meinem Rückweg das Türe bereits offen ist, gehe ich hoch und sonst zurück zum Shop. Nach 1pm gibt’s dann ein Curry, danach mein Mittagesschläfchen, respektive ein nächstes Duschen, dann zurück in den Shop (wegen dem Ventilator) und sobald es etwas schattiger wird wieder draussen.
Gegen 6 gehe ich zusammen mit Jahangir zum Shop im Kulturttanzzentrum, dort bleiben wir je nach Besucheransturm bis ca 8pm, zurück zum Hauptshop und dort wird dann kurz nach 9pm geschlossen. Im Anschluss gibt’s je nach Lust indische „Hausmannskost“ oder etwas in einem Restaurant. Sobald fertig gegessen ist, werde ich, natürlich von einem meiner Herren, wieder zurück zu meinem Zimmer begleitet. Erneut Duschen und etwas ZeeTV und dann schläft es sich von ganz alleine.
Tönt schon etwas langweilig, ist es aber nicht (immer). Was ich in dieser Woche schon erleben durfte:
- Coiffeurbesuch (das erste Mal in meinem Leben wurden meine Kotletten wegrasiert)
- Metzgete einer Antilope im Haushof (schmeckt extrem lecker
- Als Touristin getarnter Besuch eines Dadas (ein Grossväterchen), seine Kinder brauchten ein Bild für einen Ausweis, also Fokus auf Kopf und gerader Blick. (Ich habe das Passfoto bereits gesehen, sieht gut aus, auf der Website seht ihr aber das Natürlichere.)
- Massnehmen, dabei sein beim Nähen und Anprobe meiner neuen Suits (lernen euer Wörter wie „main patla nahin hai“,)
- Ausflug zu Teestuben irgendwo in der Gegend
- Interviews in den Shops mit den Besuchern über Reisen/Länder, ob ich die Eigentümerin sei, natürlich sage ich immer ja und lasse meine Salesmen für mich arbeiten 😉 Gerade bei den indischen Touristen bin ich ein interessantes Objekt im Laden und so gibt es ab und zu mal ein Foto zusammen mit mir im Shop.
Mal schauen welche weiteren Erlebnisse auf mich zukommen.













